Reisen

“Reisen ist tödlich für Vorurteile, Bigotterie und Engstirnigkeit.”
Mark Twain

Für mich ist Reisen eine Erweiterung des Horizonts, eine Erdung der Wichtigkeiten und Prioritäten im Leben. Das Reisen gibt mir Einblicke in Sicht- und Denkweisen anderer Länder, Völker oder Religionen, die sich oft von unserem europäischen Denken unterscheiden.

Ich bin neugierig auf fremde Länder, Menschen und fremdes Essen. Ich leide ständig unter Fernweh und komme aber nach einer Reise immer wieder gern nach Deutschland zurück.

Meine Reisen haben mir gezeigt, dass egal wohin ich reise, ich immer schöne Landschaften finde und interessante Menschen treffe. Durch die Reisen lernte ich auch, wie schön Deutschland ist, obwohl ich von Deutschland noch viel zu wenig kenne.

“In 20 Jahren wirst Du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die Du nicht getan hast, als über die Dinge, die Du getan hast. Also löse die Knoten. Laufe aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit Deinen Segeln. Erforsche. Träume.”
Mark Twain

Vor 2013 waren meine Reisen maximal vier Wochen lang. Eine Zeit, die die Kollegen im Büro teilweise mit “So lang?” oder “So lang!” kommentierten. Traf ich aber in Asien Backpacker, denen ich stolz von meinen vier Wochen Urlaub erzählte, wurde ich schnell still, denn meistens waren sie mehrere Monate unterwegs und meine vier Wochen wirkten sehr kurz. Irgendwann still und heimlich entwickelte sich in mir der Wunsch, auch einmal eine längere Reise zu machen. Aus diesem Wunsch wurde Wirklichkeit.

Ich kündigte meinen Job und am 5. August 2013 flog ich nach Havanna. Es folgten sehr interessante Monate, in denen ich Mittel- und Südamerika bereiste. Ich genoss jeden Tag und bereute die Entscheidung für die Reise nicht. Es war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben.

Ich werde oft gefragt, was am schönsten war. Diese Frage kann ich nicht beantworten, da manche Orte oder Erlebnisse nicht vergleichbar sind. Meine Top Ten sind: die Antarktis, die Osterinsel, die Galapagosinseln, Patagonien in Argentinien und Chile, die Besteigung meines ersten Sechstausenders, dem Chachani (6.074 m) in Peru, die Besteigung des Tafelberges Roraima in Venezuela, Guatemala, die Maya-Ruinen in Mexiko, die Atacama-Wüste, der Regenwald im Orinoco-Delta in Venezuela und im Einzugsgebiet des Amazonas in Bolivien.

Am 8. September 2014 kehrte ich nach 400 Reisetagen zurück nach Deutschland. Die Eingewöhnung in Deutschland fiel mir schwer. Nach sechs Wochen kaufte ich ein Flugticket nach Laos. Ich ging, um bleiben zu können. Am 20. November 2014 kehrte ich nach einem Monat in Laos endgültig nach Deutschland zurück.

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“Der Reise”

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