
Polarlichter machen süchtig.
Die Direktflüge von Stuttgart nach Tromsö im Winter machen es sehr einfach, nach Tromsö zu kommen. Dieses Mal stoppten wir in Skjervoy und in Sommaroy. In Skjervoy am Anfang unserer Reise, hatten wir kein Glück mit dem Wetter. Das Wetter wurde aber besser und so konnten wir schöne Tage und Polarlichter erleben. Ende Januar sind die Tage in Nordnorwegen noch nicht lang. Zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang liegen etwa 4 Stunden mit schönstem Licht. Davor und danach dämmert es ungefähr 2 Stunden.
Gerade die Inselwelt rund um Sommaroy ist sehr schön, aber leider mittlerweile auch sehr überlaufen. Die Einwohner der Inselwelt sind genervt von den vielen Touristen. Ich kann sie gut verstehen, da es einfach zu viele Touristen sind. Wir genossen trotzdem diese Gegend, die auch die Karibik der Arktis genannt wird.
Tolle kurze Tierbegegnungen hatten wir dieses Mal auch. In Skibotn beispielsweise sahen wir eine Elchkuh auf dem Campingplatz. Die Fußspuren ließen darauf schließen, dass der Elch nicht zufällig auf dem Campingplatz war. Sie oder vielleicht auch mehrere Elche leben dort. Besonders war sicher auch die kurze Sichtung von 2 Schneehühnern. Überall im Schnee waren ihre Spuren, aber mit ihrem weißen Federkleid sind sie sehr gut getarnt und werden für ungeübte Augen nur dann sichtbar, wenn sie auffliegen. Beeindruckend waren in Sommaroy auch die Seeadler, die über Hillesoya schwebten.
So wie es aussieht, nehmen die Mietwagenfirmen nur noch E-Autos in ihre Flotte auf. Also hatten wir nun erstmals ein E-Auto als Mietauto. Da ich bisher kein E-Auto gefahren bin und bei teilweise -18 Grad in der Nacht und eigentlich immer -5 Grad am Tag, war dies eine Herausforderung mit viel Lernmomenten. Ein normales Auto tankt man einfach in einigen Minuten voll und dann hat man genügend Kraftstoff, um eine längere Strecke zurückzulegen. Das E-Auto hatten wir beispielsweise abends vollgeladen und lt. Anzeige hätten wir 320 km weit fahren können. Nach einer Forstnacht zeigte die Anzeige am Morgen nur noch 250 km. Da man beim Autoaufladen Menschen kennenlernt und mit ihnen ins Gespräch kommt, erfuhren wir die Einschätzung eines Norwegers: 25% geht im Winter pro Autoaufladung verloren. Dies führt insgesamt dazu, dass eine längere Autofahrt ganz anders geplant werden muss. Wo sind wieviele Ladesäulen mit welchem Stecker?
Fazit für uns: Bei langen Fahrten und bei kalten Temperaturen im Winter ist das E-Auto eine Einschränkung.